Ich gehe gern auf die RS Vit,...

...weil ich vieles lernen kann, fast immer gute Noten habe und viele Freundinnen gefunden habe. (Anna-Maria Holzfurtner)

 


 

Poetry Slam im Musikunterricht

Im Rahmen des Musikunterrichts texteten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10d und 10e des kaufmännischen Zweigs einen sogenannten Poetry-Slam. Mit Poetry-Slam bezeichnet man einen Vortragswettbewerb verschiedener Kandidaten, die ihre selbstgeschriebenen, literarischen Texte innerhalb einer bestimmten Zeit vor einen Publikum vortragen. Bewertet werden dabei sowohl der Inhalt als auch die Darbietung. Es ist auch möglich, passende Liedtexte in den Poetry-Slam mit einzubeziehen. Das Thema ist jedem selbst überlassen und somit völlig frei wählbar. In unserem „Wettbewerb“ gab es sehr viele verschiedene Themen, einige davon waren: Schule, Familie, Rassismus, Abschlussprüfung, Donald Trump, Freundschaft, Träume und Liebe. Als Beispiel könnt ihr jetzt einen Poetry Slam über Rassismus von Anna Mauerer, 10d, und einen Poetry-Slam über Träume von Kerstin Baumgartner, 10d, lesen.

Rassismus (von Anna Maurer, 10d)

Nach der Schule ging ich ins Cafe

und bestellte mir einen Früchtetee.

Als ich träumend aus dem Fenster sah

bemerkte ich eine braune Schar.

Springerstiefel, Glatze, Hackenkreuz

und rufen lauter Nazizeugs.

Nichts ahnend erscheinen in dem Moment

Asylbewerber am Firmament.

Ouh Shit Zehn zu Zwei mein Herz fängt an zu pochen

während draußen die Lage beginnt zu kochen.

Die Nazis fühlen sich durch die Asylbewerber provoziert

Ich hoff dass nichts schlimmeres passiert.

Die Ausländerfeindlichen fangen an zu pöbeln

und diese zu Vermöbeln.

Rufen Heil den Führer

und schlagen ein auf die Syrer.

Verdammte Scheiße das ist nicht zum Lachen

was soll ich denn jetzt nur machen?

Ohne zu zögern

versuche ich in der Tasche nach meinen Handy zu stöbern.

Die 110 wird schnell getippt

Damit draußen nicht noch mehr passiert.

Da seh ich die Polizei

endlich ist der Graus vorbei.

Die Nazis werden mitgenommen

während die Syrer allmählich zu Sinnen kommen.

Plötzlich kommen mir Zeilen eines Lieds in den Sinn

von dem ich ein großer Fan ich bin.

Es stellt ein Gebet der Flüchtlingen dar

für mich war es noch nie so klar.

„Beforewepackedourbags

Andleft all thisbehindus in thedust

Wehad a placewecouldcallhome

And a lifenoonecouldtouch“

RiseAgainst trifft den Nagel auf den Kopf

und mir bleibt es im Gedankentopf.

Mir kommen lauter Fragen in den Sinn

und gesteh mir ein dass ich menschenfreundlich bin

Möchtest du zu Hause leben in Angst und Schrecken?

Möchtest du täglich den Tod entdecken?

Möchtest du deine Familie und Freunde nicht mehr umarmen?

Möchtest du dich ständig tarnen?

Möchtest du nur mit Hoffnung auf ein besseres Leben im Gepäck

von deinem Heimatland weg?

Möchtest du dich in einem zum Teil rassistischen Land integrieren?

Möchtest du dich für deine Herkunft genieren?

Möchtest du dir ein besseres Leben ohne Sorgen erhoffen

während dessen die Landsleute mit dir zoffen?

Ich sage klar NEIN.

Ich bin froh hier zu sein.

Denn ich kann mich glücklich schätzen

„that I have a placethat I couldcallhome

and a lifenoonecouldtouch.“

Doch mancher bei uns hat das noch nicht gechecked

denn ihr Leben scheint zu perfekt.

 

Träume (von Kerstin Baumgartner, 10d)

Warum schenken wir ihnen so wenig Beachtung? Unseren Träumen. Wir wollen sie verdrängen und uns in den Alltag zwängen, doch du musst auf sie vertrauen und bauen. Sie sind wundervoll genug um den Kummervollen zu entweichen. Sie der Sinn und Höchstgewinn und lassen es uns auch über stehen, wenn wir auf den Kampfflächen des Lebens stehen. Motivieren uns weiter zu fantasieren und lassen es nicht zu uns zu isolieren. Geben uns Kraft, denn das Leben muss uns auch mal was raus geben. Sie geben uns Hoffnung, wenn wir wieder einmal in der Brandung unseres Lebens stehen und wenn wir fallen, lassen sie es nicht lang nachhallen. Träume, lassen uns weiter denken um umzudenken und über das System hinaus zudenken. Doch anstatt sie auszuleben genießen wir unser langweiliges Wohlleben. Flüchten uns von Ausrede zu Ausrede bis zur nächsten Neujahrsrede, um dann auf Festplätzen mit neuen Vorsätzen umher zu hetzen, doch anstatt sie umzusetzen bleiben wir lieber auf unseren alten Plätzen. So träumen wir weiter und malen uns ein tolles leben aus um unser Alltag zustehen. Doch vielleicht willst du es doch mal versuchen und die an deine Träume wagen. Wenn wir versuchen sie zu erreichen dürfen wir uns nicht mit anderen vergleichen, dürfen nicht auf sie hören, denn sie wollen uns nur stören. Alle die dich anreden wollen sie dir nur ausreden und sich später rausreden. Haben sie dich doch mal mit ihren Radschlägen belagert und du fängst an mit deinen Leben zu hadern, dann ist es deine Aufgabe sie vor den Amokschützen deiner Gedanken zu beschützen und das lass weiter zu Höchstleistungen antreiben während andere ihr Leben ableisten. Du willst sie erleben, denn sie lassen dich hochleben.

Zum Schluss gibt es noch eine Anleitung wie ihr selbst einen Poetry-Slam verfassen könnt. 1. Überlege dir ein passendes Thema 2. Schreibe alle Gedanken, die dir dazu einfallen, auf 3. Versuche deine Gedanken zu Ordnen, unwichtige fliegen raus 4. Bringe diese jetzt in eine Reimform (ABAB; AABB) 5. Lese ihn jetzt laut vor 6. Suche passende Hintergrundmusik, falls du das möchtest 7. Übe den Text und bringe Emotionen ein Nun tragt euren Text vor, z.B. vor euren Eltern oder Freundinnen. Viel Spaß

 

(geschrieben von Lisa Preiß, 10d)


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